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Warum Sie einen Netzwerkschrank nicht selber bauen sollten

Serverschrank selbst bauen - ist das sinnvoll?

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Wozu benötigt man einen Netzwerkschrank?

Ein Serverschrank wird verwendet, um Netzwerkkomponenten ordentlich und zugehörig an einer Stelle zu betreiben. Typische Geräte für einen Netzwerkschrank sind Switch, Router und Firewall. Einer der Vorteile dieser Art von Aufbewahrung ist, dass die Verkabelung deutlich leichter ist. Die Komponenten sind in dem Rack eingeschoben und befestigt. Die Kabel können an der Vorderseite übersichtlich und nachvollziehbar mit den Geräten verbunden werden. Gute Planung des Netzwerks vorausgesetzt, beschränkt sich dann der Aufwand beim Wechsel von Komponenten auf ein Minimum.

Nicht jedes Unternehmen benötigt einen solchen Schrank. Einzelunternehmer oder Handwerksbetriebe, die wenig Schnittstellen in die digitale Welt haben, kommen meist mit Standalone-Geräten zurecht. Diese werden an den Netzwerkrouter angeschlossen und ermöglichen viele Funktionen integriert in einem Gerät, vom Mail Server über Cloud Funktionen bis hin zum Hosten der eigenen Webseite.

Große Unternehmen benötigen allerdings ein ausgebautes Daten-Netzwerk, um den hohen Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden.

Wichtig ist, dass die Geräte zum Schrank passen oder der Schrank passend zu den Geräten besorgt wird. Es wird nämlich unterschieden zwischen 10 Zoll und 19 Zoll Serverschränken. Die Zollangabe beschreibt die Breite. Einfacher ist es, einen kleinen Switch, der für 10 Zoll Schränke gedacht ist, in einen 19 Zoll Rack einzubauen, als andersherum.

Die Höhe der Schränke wird in HE (Höheneinheit) angegeben. Diese bestimmt, wie viele Geräte Sie einbauen können.

So findet man den passenden Anbieter von Serverschränken

Serverschränke sind eine langfristige Anschaffung für jedes Unternehmen. Auf jeden Fall sollte man den maximalen Platz ausnutzen. Auch wenn der Schrank zunächst nicht voll ausgenutzt wird, werden im Laufe des Unternehmenswachstums neuere Geräte dazu kommen und auch zusätzliche Geräte, die erweiterte Funktionen bieten. Ist der Platz bei einem kleinen Schrank aufgebraucht, dann kann nur ein Neukauf neuen Platz schaffen.

Achten Sie beim Kauf auf Qualität und die Möglichkeit, ausreichend Lüftungs- und Kühlungsmöglichkeiten nutzen zu können. Netzwerkkomponenten erzeugen viel Abwärme, die entsprechend gekühlt und weggeleitet werden muss.

Die Angaben der Breite in Zoll ist genormt, Sie können also verschiedene Hersteller nehmen, es sollte keine Probleme dabei geben. Berücksichtigen Sie auf jeden Fall beim Kauf, ob der Serverschrank problemlos um eine effiziente Kühlung erweitert werden kann. Gerade im Sommer werden die Temperaturen in den Geräten sonst zu hoch und es drohen Ausfall und Datenverlust.

Serverschrank selbst bauen – ist das sinnvoll?

Einen Netzwerkschrank zu bauen ist möglich. Dazu benötigen Sie ausreichend Erfahrung im Umgang mit Metall und die entsprechende Werkstatt. Allerdings werden Sie etliche Stunden beschäftigt sein. Sicherlich ein interessantes Hobby und eine Herausforderung. Wer sich kreativ austoben möchte, kann bestimmt einige Ideen verwirklichen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist allerdings vom Selbstbau abzuraten.

Die Preise für Serverschränke bewegen sich in sehr moderaten Bahnen, Einsteigerprodukte für den Heimgebrauch werden im oberen zweistelligen Euro-Bereich angeboten. Außerdem wird es schwierig sein, bei einem Selbstbauprojekt die notwendige Stabilität zu verwirklichen.

Vor allem, wenn es daran geht, Serverschränke mit besonderen Eigenschaften zu produzieren, wird der Hobbybastler aufgeben müssen: Schränke für stark verschmutze oder feuchte Umgebungen, Erfüllung der Brandschutzeigenschaften, Geräuschdämmung und vieles mehr sind mit der Heimwerkstatt kaum zu verwirklichen.