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Anbieter von Payroll Accounting in der Seeschifffahrt

Das Payroll Accounting in der Seeschiffahrt weist einige Besonderheiten auf, die es von der sonst in Deutschland üblichen Lohn- und Gehaltsabrechnung unterscheiden.

Was ist das Payroll Accounting?

 

Jedes Unternehmen, welches Mitarbeiter beschäftigt, muss in seiner Buchhaltung die Abrechnung und Zahlung von Lohn und Gehalt berücksichtigen. In der Seeschifffahrt hat sich im Laufe der Zeit ein komplexes System entwickelt, welches nur noch durch spezialisierte Mitarbeiter überblickt werden kann. Der Job des Lohnbuchhalters in der Seeschifffahrt ist stark nachgefragt, wie die vielen offenen Stellenangebote zeigen.

 

Worin unterscheidet sich das Payroll Accounting von Gehaltsabrechnungen in anderen Branchen?

 

Das Payroll Accounting in der Seeschiffahrt weist einige Besonderheiten auf, die es von der sonst in Deutschland üblichen Lohn- und Gehaltsabrechnung unterscheiden.

  • Es ist üblich, die Sozialversicherung auf Basis des Bruttolohns zu berechnen. In der Seeschifffahrt hingegen wird als Grundlage die Durchschnittsheuer verwendet, welche in der D-Heuer Tabelle eingesehen werden kann.
  • Bei der Erstellung der Heuerrechnung wird ein anderer Prozess eingehalten, als es sonst in Deutschland üblich ist.
  • Urlaub kann normalerweise nicht abgegolten werden. Das heißt, er muss in Anspruch genommen werden, außer besondere Ereignisse treffen ein.
  • Arbeit außerhalb der üblichen Arbeitszeiten (Sonntag, Feiertag, Nacht).

Eine weitere Besonderheit der Seeschifffahrt ist die Seemannskasse. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme, die das deutsche Sozialversicherungssystem ergänzt und speziell für Seeleute eingerichtet wurde. Dieses System ergänzt Lücken, die in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht berücksichtigt wurden und nur für Seeleute gelten.

Dieser kurze Einblick in das Entlohnungssystem von Seeleuten zeigt, wie komplex die Abrechnung werden kann. Der Reeder sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ist sein Unternehmen von einer gewissen Größe, dann kann es sich lohnen, eine eigene Buchhaltung zu unterhalten. Aber egal, ob kleiner Reeder oder großer, das Unternehmen sollte prüfen, ob es rentabel sein könnte, den Job an einen Externen zu delegieren.

 

Warum es sich lohnt, die Buchhaltung an spezialisierte Dienstleister auszulagern

 

Wie wir gesehen haben, ist die Abrechnung der Heuer in der Seeschifffahrt eine komplexe Angelegenheit. Spezialisierte Dienstleister, welche Wissen und Expertise im Bereich von Controlling und Buchhaltung in der Schifffahrt aufgebaut haben, bieten die Abwicklung dieser Aufgaben an.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Der Dienstleister kümmert sich um das Management von Gehalt und Lohn, der Reeder kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.
  • In der Regel kümmert sich ein großes Team um Controlling und Buchhaltung. Fällt ein Kollege aus, dann können andere Mitglieder aus dem Team den Job übernehmen.
  • Der Dienstleister kann die Lohnabrechnung günstig anbieten, da er durch die Spezialisierung Kosten, die regelmäßig anfallen (Raumkosten, Weiterbildung der Mitarbeiter, etc.), auf viele einzelne Kunden aufteilen kann und so die Last für den einzelnen Kunden verschwindend gering ist.
  • Kunden können die Kosten gut kalkulieren, da Unwägbarkeiten (Ausfall von Mitarbeitern, Elternzeit, etc.) nicht bei ihm, sondern beim Dienstleister liegen.
  • Der Dienstleister ist in der Regel breit aufgestellt, kann also kleine Reedereien bis zur multinationalen AG unterstützen.

Das Thema Heuer ist für jeden Reeder eine Herausforderung, gerade wenn seine Seeleute unter deutscher Flagge fahren. Ein guter Berater kümmert sich entsprechend um das Management und Controlling einer Reederei, sodass sich das Unternehmen voll und ganz auf seine Kernaufgaben kümmern kann.

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