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Einblicke in die dunke Vergangeheit – Dachau KZ Führungen

Einblicke in die dunke Vergangeheit - Dachau KZ Führungen

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Ein kurzer Einblick in die dunkle Vergangenheit des Konzentrationslagers in Dachau

München ist bekannt für Gastfreundschaft, schöne Landschaft und gutes Bier. Aber nördlich von München liegt Dachau. Dieser Ort hat eine traurige Bekanntheit erlangt, welches auf der Errichtung des Konzentrationslagers Dachau fußt.

Als Teil des KZ-Systems war die Aufgabe zunächst politische Gefangene und Dissidenten (vor allem Kommunisten) umzuerziehen. Nach und nach wurde diese Art der Lager zur systematischen Vernichtung ethnischer Gruppen, vor allem Juden, verwendet. Verwaltet wurde das Lager von Mitgliedern der SS, einer Eliteeinheit der Nazi-Diktatur, die vor allem durch ihre ideologische Verblendung und kompromisslose Brutalität traurige Bekanntheit erlangte. Dieses Lager wurde auch als Ausbildungsstätte für SS Verbände genutzt.

Tatsächlich war das KZ Dachau nicht als Vernichtungslager geführt. Allerdings fanden laut offiziellen Zahlen trotzdem über 40.000 Menschen den Tod, hauptsächlich durch politische Morde.

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden vermehrt Gefangene aus den besetzten Gebieten nach Dachau gebracht. Diese Gefangenen wurden vor allem als billige Arbeitskräfte an Unternehmen in München und Umgebung vermittelt.

Befreit wurde das Lager gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von Einheiten der US-Streitkräfte.

Mittlerweile bietet die Gedenkstätte Dachau geführte Rundgänge an und wird von bis zu 800.000 Personen pro Jahr besucht.

Warum eine Führung durch die KZ-Gedenkstätte Dachau für jeden wichtig ist

Ein Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Dachau ist wahrlich keine leichte Kost. Sie sollte aber für jeden, der dazu die Gelegenheit hat, obligatorisch sein. Wer den Ort Dachau, welcher nahe München liegt, besucht, wird kaum glauben können, dass an diesem Ort vor, aus Sicht der Geschichte, kurzer Zeit unfassbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen wurden.

Sollten nur Deutsche die KZ-Gedenkstätte besuchen, um sich der Schuld ihrer Vorfahren bewusst zu werden? Beileibe nicht. Die heutige Generation trägt keine Schuld daran, was vor Jahren auf deutschem Boden passierte. Aber sie trägt die Verantwortung dafür, dass sich das nicht wiederholt. Und um zu verhindern, dass kommenden Generationen in vielleicht hundert Jahren vor einer neuen Gedenkstätte stehen und sich wundern wie sich die Geschichte wiederholen konnte, sind Aufklärung und Erkenntnis notwendig. Viel wichtiger als die Fokussierung auf den Faschismus ist das Erkennen der dahinterliegenden Mechanismen, die in vielen Ideologien angewandt wurden und werden, um krude Ideologien zu begründen und den Widerstand dagegen mit Gewalt niederzuschlagen. Wer lernt, für diese anfänglichen Mechanismen sensibel zu werden, hilft, dass es nie wieder passieren kann.

Möglichkeiten bieten Rundgänge und Führungen für Gruppen, die von einem geschulten Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau begleitet werden, der Einblicke in die Schrecken und Mechanismen des Konzentrationslagers in Dachau gibt.

Es bietet sich auch für englischsprachige Besucher an, eine Führung durch die KZ-Gedenkstätte zu buchen. Unter dem Namen Dachau Concentration Camp Memorial Tour kann die KZ-Gedenkstätte Dachau von Gruppen besucht werden, die des Deutschen nicht mächtig sind.

Gedenkstätten, wie die KZ-Gedenkstätte Dachau, bieten auch regelmäßige Veranstaltungen, die bestimmte Themen vertiefen und zusätzliche Aspekte beleuchten.

Wer die Gelegenheit hat und in der Nähe von München unterwegs ist, sollte die Möglichkeit einer Führung durch die Gedenkstätte wahrnehmen. Wer weiß, vielleicht wird die Aufklärung verhindern, dass so eine Tragödie je wieder auf deutschem Boden passiert, ja, vielleicht sogar weltweit.