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Wie eine gute Instandhaltungsstrategie Zeit und Geld sparen kann

Wie eine gute Instandhaltungsstrategie Zeit und Geld sparen kann

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Was versteht man unter einer Instandhaltungsstrategie?

Das produzierende Gewerbe ist auf gut funktionierende Maschinen angewiesen. Viele Fixkosten, wie etwa Gebäudekosten, Versicherungen, etc. fallen permanent an, auch wenn die Maschinen nicht laufen sollten. Somit bedeutet ein Stillstand, dass nicht produziert werden kann und die Kosten pro produziertem Stück relativ gesehen steigen.

Aus diesem Grund arbeiten viele Betriebe im Mehrschichtbetrieb. Das heißt, die Belegschaft rotiert, aber die Maschinen arbeiten, bis auf gelegentliche Wartungsfenster, ununterbrochen. Kommt es nun zu einem ungeplanten Stillstand der Maschine, so entstehen mit jeder Minute Kosten, die bei einer gut durchdachten Instandhaltungsstrategie nicht anfallen.

Unter einer Instandhaltungsstrategie versteht man die Maßnahmen, die dazu führen, dass eine Maschine mit einem Minimum an Kosten am Laufen gehalten werden kann.

Was sind die Aspekte, die man bei einer ausgefeilten Instandhaltungsstrategie beachten sollte?

Eine gute Instandhaltungsstrategie kann helfen, die Nutzung einer Maschine zu optimieren. Dabei ist es nicht so einfach, die ideale Strategie zu finden. Es gibt viele Stellschrauben und Verfahren, die man beachten muss. So wird wohl niemand die optimale Lösung finden, da es sich um ein multidimensionales Problem handelt, das nur schwer berechenbar ist. Man kann aber bereits erprobte Strategien übernehmen und an seinen Anwendungsfall anpassen.

Zunächst: Die beste Strategie hilft nicht, wenn die Maschine bereits so schlecht designt ist, dass eine Wartung viel Zeit kostet. Hier muss bereits beachtet werden, dass stark beanspruchte Teile leicht zugänglich und mit einem Minimum an aufwand von einem Techniker ausgetauscht werden können.

Aus organisatorischer Sicht gibt es auch verschiedene Strategien. Die einfachste ist die reaktive Instandhaltung: Erst wenn die Maschine ausfällt, wird das entsprechende Teil ausgetauscht. Eine Erweiterung stellt die zustandsorientierte Instandhaltung dar. An verschiedenen Parametern wird etwa der Verschleiß von Teilen gemessen. Ist eine Grenze erreicht, dann wird das Teil ausgetauscht. Die vorbeugende Instandhaltung baut meist auf Intervallen auf und hat das Ziel, Teile zu ersetzen, bevor sie ausfallen. Prädiktive Instandhaltung und risikobasierte Instandhaltung versuchen anhand von Wahrscheinlichkeitsmodellen und Risikoanalyse den Ausfall bestimmter Teile vorherzusehen und zu reagieren, bevor es zu spät ist.

Auch im Bereich des Personals kann man die Instandhaltungsstrategie optimieren. Allerdings kommt es hier zu einem Zielkonflikt: Qualifizierte Mitarbeiter machen weniger Fehler, kosten allerdings mehr, als weniger gut ausgebildetes Personal. Auch hier kann man einen optimalen Punkt zwischen den beiden Kostenfaktoren (Kosten durch Ausfall der Maschine und Kosten für Personal) zu finden versuchen.

Beratung bei Instandhaltungsstrategie – Darauf sollten Sie achten

Eine Instandhaltungsstrategie ist nicht immer intuitiv. Sie lebt viel von der Analyse des Ist-Stands und verschiedener Modelle, die eine optimale Strategie beschreiben können. Wichtig sind Feedback-Schleifen, die prüfen, ob die Annahmen mit der Realität übereinstimmen. Gegebenenfalls müssen die Modelle wieder angepasst werden.

Dies zeigt schon: Ein Berater muss viel Erfahrung mitbringen und diese bei anderen Kunden gewonnenen Erkenntnisse erfolgreich auf neue Fälle anwenden können.

Ein guter Berater sollte über jahrelange Erfahrung verfügen und idealerweise bereits selbst ein Unternehmen geführt haben. Ein akademischer Hintergrund hilft, muss aber stets durch praktische Erfahrung ergänzt werden, da viele theoretische Modelle nur mit dem entsprechenden Feingefühl für die Realität umgesetzt werden können.