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Schwimmerschalter mechanisch oder elektrisch – Unterschiede und Vorteile

In dem Blogartikel geht es um Schwimmerschalter.

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Bei einem Schwimmerschalter handelt es sich um einen Schalter, der verwendet werden kann, um automatische Schaltvorgänge anzustoßen. Diese werden ausgelöst, wenn der Flüssigkeitsstand in einem Behälter ein bestimmtes Niveau erreicht.

Die Anwendungen sind vielfältig. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Einsatz dann sinnvoll ist, wenn in einem Behälter ein gewisser Flüssigkeitsstand kritisch ist, aber keine permanente Überwachung möglich. Vor allem längere Zeiträume sind dabei interessant. Hat man einen Behälter, der sich über Wochen füllt, wie etwa eine Zisterne, dann ist es unmöglich den Füllstand im Auge zu behalten.

Zwei Anwendungsfälle sind grundsätzlich zu berücksichtigen:

  • Schwimmerschalter, die die Befüllung eines Behälters überwachen
  • Schwimmerschalter, die die Entleerung eines Behälters überwachen

Bei der Befüllung bestehen vor allem die Gefahren darin, dass der Behälter vollläuft und die Flüssigkeit über den Rand tritt. Der Schwimmerschalter aktiviert dann zum Beispiel eine Pumpe, welche die Flüssigkeit in einen leeren Behälter ableitet. Alternativ kann auch ein Ablassventil betätigt werden. Oft reicht es aber auch aus, einen menschlichen Aufpasser zu informieren, der das Problem dann manuell löst.

Bei der Entleerung können bei trocken laufenden Pumpen Schäden durch Überhitzung entstehen. In diesem Fall würde der Schwimmschalter die Pumpe deaktivieren, bis der Behälter wieder mit Flüssigkeit gefüllt wäre. Dies kann auch, wie oben, manuell oder automatisch geschehen.

So funktioniert ein mechanischer Schwimmerschalter

Bei mechanischen Schwimmerschaltern aktiviert der Schwimmer über ein Gestänge den elektrischen Schalter. Die Mechanik überträgt dabei die Auftriebskraft des Schwimmers in der Flüssigkeit auf den elektrischen Schalter. Vorteile des mechanischen Schalters sind, dass diese (zumindest was das Auslösen des Signals angeht) unabhängig von einer Stromquelle sind. Meist werden aber elektrische Schwimmerschalter verwendet, da die bewegliche Mechanik fehleranfällig ist und ausfallen kann.

So funktioniert ein elektrischer Schwimmerschalter

Ein elektrischer Schalter verwendet, entgegen seines Namens, keinen elektrischen Strom. Vielmehr wird über einen Permanentmagneten ein Stromkreis geschlossen, der im elektrischen Schalter das Signal auslöst. Verwendet werden dabei Reed-Relais oder Hall-Sensoren. Der Permanentmagnet ist dabei im Schwimmer eingebaut und durch die Neigung des Schwimmers und dessen Lageveränderung bei Niveauveränderung der Flüssigkeit wird ab einem bestimmten Füllstand das Signal ausgelöst.

Schwimmerschalter – mechanisch oder elektrisch?

Mechanische Schwimmerschalter waren vor allem in den Anfängen der Nutzung weitverbreitet. Mittlerweile haben sich elektrische Schwimmerschalter weitgehend durchgesetzt und nur bei sehr alten Anlagen findet man überhaupt noch die mechanische Variante.

Aber auch in der elektrischen Variante gibt es verschiedene Ausführungen. Um den besten Schwimmschalter für Ihre Anwendung zu finden, müssen Sie genau wissen, wofür Sie diesen benötigen.

Interessante Rahmenbedingungen, die die Art des Schwimmschalters bestimmen sind:

  • Eingesetzte Umgebung: Ist der Schwimmschalter aggressiven Flüssigkeiten ausgesetzt?
  • Anzahl der Schaltvorgänge: Wird der Kontakt mehrmals pro Stunde ausgelöst oder nur als Absicherung bei selten auftretenden Vorgängen?
  • Volumen: Wie groß ist der Behälter, in dem der Schwimmschalter eingesetzt wird?
  • Anschlüsse: Wie werden die Signale, die der Schwimmschalter aussendet, weiterverarbeitet? Sind spezielle Schnittstellen notwendig?

Den richtigen Schwimmerschalter zu finden ist nicht schwer. Ein guter Anbieter kennt sich in der Materie aus und kann Sie entsprechend beraten und sicherstellen, dass Sie den passenden für Ihre Anwendungsfälle finden.