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Einfache Übungen für Dein Spitzen – Gedächtnis

Übungen Gedächtnis - Einfache Übungen für Dein Spitzen - Gedächtnis

Vergesslichkeit im Alltag

Wem ist das noch nicht passiert: Man geht Einkaufen und hat den Zettel zu Hause vergessen oder man verlegt den Autoschlüssel, wenn man zu einem dringenden Termin muss. Sehr ärgerlich im Moment, aber nur wenige Menschen entscheiden sich dazu, ihr Gehirn deshalb zu trainieren.

In Schule und Studium werden unsere grauen Zellen noch viel beansprucht, doch hat sich der berufliche Alltag einmal eingestellt, beschäftigt man sich meist nur noch mit bekannten Themen. Jedoch fordert nur neues Wissen unser Gehirn in dem Maße, dass es durch Lernen die geistige Leistungsfähigkeit erhöht.

Tut man also nicht aktiv etwas, um sein Gedächtnis fit zu halten, nimmt die Gedächtnisleistung im Laufe der Zeit ab.

Verlust grauer Zellen: keine Frage des Alters

Forscher haben festgestellt, dass sich das Gedächtnis nicht nur im zunehmenden Alter verschlechtert, sondern auch schon junge Menschen immer größere Schwierigkeiten haben, sich eine neue Information zu merken oder zum Beispiel mangels Konzentration eine kognitiv herausfordernde Aufgabe nicht meistern können.

Das fängt schon beim Vokabellernen an. Durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung verlernen viele Menschen, sich dauerhaft Wissen anzueignen. Warum sich etwas merken, wenn ein Blick aufs Handy ausreicht, um sich die benötigte Information zu holen.

Während im Alter auch hirnorganische Gründe zu einer Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses sowie des Langzeitgedächtnisses führen, sind im jungen Alter mangelndes Training die Ursache für einen Abfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Wenn das Leben nur noch aus alltäglichen Tätigkeiten besteht, die sich ständig wiederholen und für das Gehirn keine neuen Impulse bieten, verkümmern die geistigen Fähigkeiten.

Wie ein Muskel im Körper müssen wir auch das Gehirn ständig trainieren.

Gedächtnistraining für jeden Tag

Übungen fürs Gedächtnis lassen sich spielerisch in den Alltag integrieren. Regelmäßige Kreuzworträtsel, aufmerksames Zeitunglesen oder das Auswendiglernen von Telefonnummern sind nur wenige Beispiele. Im Internet gibt es eine Vielzahl von Apps oder E-Books für Gedächtnistraining, die tägliche Denksportaufgaben anbieten, die man auf dem Weg zur Arbeit im Bus oder Zug erledigen kann.

Beim Einkaufen kann man die einzelnen Posten vor der Kasse im Kopf schon einmal zusammenrechnen oder man lernt den Einkaufszettel auswendig und lässt ihn absichtlich zu Hause liegen.

Übungen für geistige Fitness

Möchte man langfristig etwas für seine Merkfähigkeit tun, sollte man sich Gedanken machen, welches Themengebiet dafür infrage kommt. Das Gehirn merkt sich besonders schnell Dinge, die einem Spaß machen. Als gute Übung kann man zum Beispiel eine neue Sprache lernen. Dabei verbindet man gleich zwei nützliche Elemente: die kognitiven Funktionen werden trainiert und man kann die neu erlernte Sprache gleich im nächsten Urlaub gut gebrauchen.

Interessiert man sich für ein bestimmtes Thema, so lernt man Informationen dazu wie im Schlaf in ganz kurzer Zeit, da sie das Gehirn mit angenehmen Gefühlen verbindet.

Muss man sich jedoch trockene Materie aneignen, deren Inhalt kompliziert oder langweilig ist, fällt es schwer, solche Informationen abzuspeichern. Verknüpft man beispielsweise ein schwieriges Wort mit einem passenden Bild, so kann das sensorische Gedächtnis darauf zurückgreifen, und so bleiben auch komplizierte Sachverhalte im Kopf.

Es macht also nicht viel Mühe, sein Gedächtnis auf Trab zu halten. Überwindet man den inneren Schweinehund, kann man sein Gehirn jederzeit wieder zu Höchstleistungen bringen.